Das Haus

Das Don Bosco Haus in Ronda wurde der von Don Bosco gegründeten Ordensgemeinschaft der Salesianer geschenkt. Das Haus trägt den Namen Don Bosco als Hommage, aber es war nicht sein Wohnsitz.

Das Haus wurde um 1850 erbaut und zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Architekten Santiago Sanguinetti im modernistischen Stil umgebaut. Die Besitzer waren ein spanisches Ehepaar der Oberschicht: der Ingenieur Don Francisco Granadino Pérez und seine Frau Doña Dolores Gómez Martínez.

Das Ehepaar hatte keine Nachkommen und nach ihrem Tod (1932 bzw. 1938) wurden ihr Haus und einige ihrer anderen Besitztümer der Salesianerkongregation geschenkt, da es eine große Freundschaft mit ihnen vereint.
Durch eine testamentarische Verfügung, die von der Nichte des Ehepaars, Frau Dolores Madrid Granadino (Universalerbin), unterstützt wurde, wurde 1939 die “Stiftung Granadino des Heiligen Johannes Bosco” gegründet. Ihr Ziel war es, das Haus in der Calle Tenorio zu einem Ort der Ruhe, der Heilung, der Genesung, der Unterbringung und der Pflege für die älteren Mitglieder der örtlichen Salesianerkongregation zu machen, die von der Arbeit erschöpft oder von den Gebrechen des Lebens geschwächt waren.

Die offizielle Eröffnung des Sanatoriums Don Bosco fand am 15. September 1940 statt. Seine “Blütezeit” war zwischen 1946 und 1964, als der Direktor Don Salvador Rosés war. 18 Jahre lang kümmerte er sich mit einer unvergleichlichen Zuneigung und Hingabe um die Bewohner. In dieser Zeit suchten nicht weniger als 150 Salesianer Hilfe, zumeist junge Menschen, die an irgendeiner Art von Krankheit litten (vielleicht als Folge der harten Zeiten). Nach einer Zeit der Rekonvaleszenz und der völligen Erholung kehrten sie glücklich und vollständig wieder an ihre Schulen oder in ihre normalen Berufe zurück.

Im Laufe der Jahre diente das Haus auch verschiedenen anderen Zwecken. Unter anderem diente es als Wohnheim für Studenten, die sich an der Universität orientierten und von einem Salesianerpater betreut wurden, als Jugendzentrum, als Sitz der spanischen Salesianer-Theatergruppe “TES” und als Kulturzentrum mit Sprach- und Verwaltungskursen, Sportveranstaltungen und Werkstätten wie Holzschnitzerei und Stickerei. Auch apostolische Gemeinschaftsaktivitäten wie Religionsunterricht und Eucharistiefeiern wurden hier durchgeführt.

Das Don-Bosco-Haus wurde im Jahr 2008 als Sanatorium geschlossen.